Schachnovelle

Freitag, 10. Juni 2022
D 2021, 112 Minuten, FSK: ab 12
Regie: Philipp Stölzl
Besetzung: Oliver Masucci, Albrecht Schuch, Birgit Minichmayr

Als Wien 1938 von den Nationalsozialisten besetzt wird, versucht der Anwalt Josef Bartok zusammen mit seiner Frau Anna in die USA zu fliehen. Doch das Vorhaben scheitert – er wird von der Gestapo verhaftet und ins Hotel Metropol gebracht. Da Bartok das Vermögen des Adels verwaltet, soll er im Hauptsitz der Geheimen Staatspolizei dem Leiter der Behörde Zugang zu einigen Konten ermöglichen. Doch der Jurist weigert sich, mit der Gestapo zu kooperieren. Er kommt in Isolationshaft, die ihn zunehmend zermürbt. Als Bartok zufällig in Besitz eines Schachbuches gerät, beginnt sich das Blatt zu wenden… Aus Stefan Zweigs autobiographisch geprägter „Schachnovelle“ lässt Phillip Stölzl vor allem das psychologisch Abgründige, Rätselhafte und Beklemmende für das Publikum erlebbar werden. Sein Film ist eine Verschränkung aus Historiendrama und Psychothriller – und vor allem mitreißend gespielt.